INTERVIEWS


INTERVIEW MIT DR. ANNE KOHLHAAS-REITH DURCH AURÉLIEN DAUDET, PARIS



Christin Nierlich im Dialog mit Dr. Anne Kohlhaas-Reith zur TA



Christin Nierlich im Dialog mit Richard R. Reith zur TA

Im Oktober 2017 haben Anne und Richard gemeinsam ein TA-Weiterbildungsseminar in der Ukraine geleitet. Auf Einladung der ukrainischen Lehrtherapeutin Hanna Yavorska, TSTA-P, hielten wir für Mitglieder ihrer Ausbildungsgruppen ein TA-Seminar für überwiegend aus dem Bereich Psychotherapie stammende fortgeschrittene TA-Ausbildungskandidatinnen.

Wir waren beeindruckt vom Ausbildungsstand unserer TeilnehmerInnen und haben es genossen, Theorie und Praxis auf hohem Niveau und durch viele anregende Fragen stimuliert gemeinsam zu erörtern.

Im Übrigen waren wir sehr berührt wie der Krieg im Osten der Ukraine und die damit verbundenen menschlichen Schicksale, der Verlust von Angehörigen und Freunden die Menschen in der gesamten Ukraine betrifft und sehr belastet.

Die TA-Weiterbildung in der Ukraine befindet sich in der Aufbauphase. Die Ukrainische TA-Organisation (UATA) hat zur Zeit bereits 300 Mitglieder. Für 2019 sind die ersten EATA-Examen im Land geplant. Hanna Yavorska ist die erste TA-Lehrende (TSTA) in der Ukraine und hat enorme Pionierarbeit in ihrem Land für die TA geleistet.

Während des Workshops, zusammen mit unserer ausgezeichneten Übersetzerin

TA-Weiterbildungsworkshop in Tscherkasy, Ukraine

Gemütliches Essen am Abend




EHRUNGEN


DGTA Award für das Lebenswerk

Im Rahmen des 32. DGTA-Kongresses im Mai 2011 in Passau wurde Dr. Anne Kohlhaas-Reith von der DGTA mit dem „Award für das Lebenswerk“ geehrt. Die Laudatio hielt Dr. Hans Jellouschek aus Ammerbuch-Entringen.

Anne bei ihrem Vortrag anlässlich ihrer Ehrung durch die DGTA für ihr Lebenswerk beim DGTA-Kongress 2011 in Passau


eata silver medal
Bei der TA-Weltkonferenz im Juli 2011 in Bilbao/Spanien wurde Dr. Anne Kohlhaas-Reith ausserdem vom COC (Commission of Certification) der Europäischen Gesellschaft für Transaktionsanalyse die EATA Silver Medal verliehen für ihre langjährige Tätigkeit als Examenskoordinatorin bei den deutschsprachigen CTA-Prüfungen.

Award „Verdienste um den Verband"
Anlässlich des DGTA Kongresses 2006 zum 30-jährigen Bestehen der Deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse (DGTA) wurde Dr. Anne Kohlhaas-Reith gleich zwei Mal geehrt.

Am 12. Mai 2006 wurde ihr dort von der DGTA der Award “Verdienste um den Verband” für besondere Verdienste um die DGTA verliehen. Die Laudatio wurde von Dr. Bernd Schmid, Wiesloch, gehalten.

 
Dr. Bernd Schmidt hält die Laudatio

 


Ehrung 30-jährige Mitgliedschaft in der DGTA
Anlässlich des Festabends am 14. Mai 2006 wurde sie noch einmal geehrt für ihre 30-jährige Mitgliedschaft in der DGTA. Dr. Anne Kohlhaas-Reith war unmittelbar nach Gründung des Vereins Mitglied geworden.

Anne und Richard im Gespräch mit
Ulrich Dehner während des DGTA-
Kongresses 2006 in Hannover



Glückwünsche zum 30-jährigen
TA-Institutsjubiläum 2008
aus den USA

Am 08. März 2008 Mary McClure Goulding
Dear Anne,

Congratulations on the 30th Anniversary of your training institute in Waldkirch. I would love to be celebrating with you, but it is too hard a trip at my age.

Teaching at your institute was always a highlight for Bob and me, because you made our visits comfortable, enjoyable, and fun. We laughed a lot together and we learned from you, too. At the end of each day, we either ate at your house or you and Richard took us to a very good restaurant. Either way, we enjoyed both the food and the stimulation of our discussions of the day's work.
We both considered you to be one of the top TA therapists in the world, Anne.

We didn't just teach; we also learned from you. This was important, and even more important was experiencing your obvious love for each other and your pride in your daughter. You are a wonderful family!

Have a great day!
Love, Mary (Mary McClure Goulding, San Francisco, CA., USA)

Am 20. Mai 2008 schrieben Ruth McClendon und Les Kadis
Dear Richard,

Your note arrived literally as we are on our way to the airport but Anne is so special that we told taxi to wait.
 
Congratulations, Anne, on the 30th anniversary of your institute. Ruth and I remember fondly the early days of our work together as we struggled with what were then new concepts and new ways of working. We remember your strength and determination to learn. We also remember your warmth and your sense of humor.
 
Congratulations and much love.
 
Ruth & Les (Ruth McClendon & Les Kadis, Carmel, CA., USA)

Am 09. Mai schrieb Dick Underhill
Dear Anne,

Congratulations on the 30th anniversary of your TA Training Institute! You have done a wonderful job helping many people to find and accept their basic OKness.

I have been honored over the years to be an occasional part of your efforts and each of my visits holds many wonderful memories. The support you provided to your visiting trainers was exceptional. You assured us of a relaxed, supportive atmosphere and one in which the Child could come out and play without feeling threatened. That is so very important for learning and for change. I thank you or that since it made my work not only easier but also delightful.

So many times the visitor arrives, does what he/she does and is gone again. That was never the case with Anne and work done in Waldkirch. There was racing up the mountain through the Swartzwald with Birger, the Romanian race car driver, in his sports car to the party where I first met Richard. And quiet evenings with wonderful conversations. I remember time spent with Elena in her grocery store “kaufing auf Deutsch”. I was with you when Germany was being reunited. Remember? Being a part of your Institute was a powerful and delightful experience.

Most important of all were the participants! Making contact, reaching out, being available and helping them to empower themselves to be more of what they were capable of. For some the Controlling Parent blocked their Child and sought to impede change. Then WE and I mean WE, you and I Anne had to become their Parents and show them how Nurturing can be more powerful than Controlling.

And the parties when everyone’s Child came out to play and Parents were sent to the other room.

Such a wonderful Institute where Anne designed, supported and directed the opportunity to live and to experience what Maslow called a Eupsychian life.

As you celebrate your 30th Anniversary, enjoy, be proud and accept the many laurels you will receive and deserve.

With Praise and Thanksgiving for everything,

Dick (Richard (Dick) S. Underhill, Richmond, Virginia, USA)


30-jähriges TA-Institutsjubiläum
in Waldkirch am 30. Mai 2008

Bericht von Hedi Bretscher-Zeier, ehemalige Präsidentin der DSGTA
Erschienen im DSGTA-Info 2-2008 der Deutsch-Schweizer TA-Gesellschaft

„Liebe Anne, lieber Richard, ich danke Euch beiden für euer Da-sein und für Euer Mit-wirken an einer menschenwürdigen und sinnstiftenden Gesellschaft.“ Mit diesen Worten würdigte Harry Tyrangiel die Institutsleiterin Dr. med. Anne Kohlhaas-Reith und ihren Mann Richard Reith, welche anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des TA-Instituts Waldkirch zum grossen Fest einluden.
Karin Baumgartner beschrieb in treffenden Worten, wie sehr Anne Kohlhaas sie darin unterstützte, ihre eigenen Ressourcen zu entfalten und zu dem zu werden, was sie heute sei, eine TA Beraterin, welche von ihrer Aufgabe erfüllt, den Beruf mit Freude und wirkungsvoll ausübe. Sie dankte Anne und Richard im Namen der vielen Schweizerinnen und Schweizern, welche in Waldkirch und in Zürich in all den Jahren von den beiden ausgebildet und gefördert wurden.

Es ist etwas Besonderes, ein Ausbildungsinstitut 30 Jahre lang mit Erfolg zu führen und wer das mit soviel Engagement, Verstand, Lehrfähigkeit und Organisationstalent tut, hat wahrlich Grund zum feiern. Anne Kohlhaas-Reith wollte das 30-jährige Jubiläum ihres Instituts im grossen Rahmen feiern, zusammen mit Richard Reith und mit vielen Gästen.

Der Morgen begann mit einem „Tag der offenen Tür“ am Institut. Da konnten in den vertrauten Räumen in Waldkirch alte Erinnerungen aufleben, an Kolleginnen und Kollegen und an diese spezielle Art der förderlichen Lernprozesse, welche Anne als Ärztin und Psychotherapeutin, später auch Richard als Jurist, beide mit enormem Fachwissen und meisterhafter Lehrbegabung, Hunderten von Teilnehmenden ermöglichten. Bis heute wird am TA-Institut in Waldkirch die Transaktionsanalyse auf hohem Niveau gelehrt, vorgelebt und erlebbar gemacht.

Am Nachmittag begrüssten Anne und Richard die Gäste in der Festhalle in Waldkirch.
Ich durfte ihnen die Glückwünsche von Dr. Leonhard Schlegel aus Frauenfeld überbringen, der bedauerte, dass er krankheitshalber der Einladung zum Jubiläumsfest nicht folgen konnte und von dem wir inzwischen für immer Abschied nehmen mussten.

Im grossen Festsaal bot sich bei Kaffee und einem reichhaltigen Angebot an Kuchen beste Gelegenheit, alte Kontakte mit den Anwesenden aufzufrischen und neue anzuknüpfen.

Dann folgte die offizielle Eröffnung durch Anne und Richard im angrenzenden Foyer mit herzlichem Willkommen an uns alle und kurzem Rückblick auf die Geschichte.
Begeistert und beseelt von der Lehre und der Werthaltung der Transaktionsanalyse gründete Anne Kohlhaas 1978 zusammen mit Birger Gooss das TA-Institut in Waldkirch. Beide haben ihre Lehrberechtigung 1977 in San Francisco erworben, an dem Ort, wo Eric Berne einst die Transaktionsanalyse entwickelte und lehrte.
Nach vier gemeinsamen Jahren verlegte Birger seine Lehrtätigkeit in das eigene Institut nach Freiburg, während Anne das Waldkircher TA-Institut fortführte. Seit 1983 ist Richard Reith, zuerst als Trainer und später als TA-Ausbilder, mitverantwortlich tätig.

Mit berührenden Worten beglückwünschte bei der Eröffnung auch Holle Burger Gooss, die Witwe von Birger Gooss, Anne und Richard, denen sie seit Jahren freundschaftlich verbunden ist.

Ein besonderes Erlebnis der Festveranstaltung waren die Vorträge von namhaften Referenten, die dem Institut seit langer Zeit nahe stehen.
Der Psychoanalytiker und Psychotherapeut, Dr. phil. Tilmann Moser schilderte an einem beeindruckenden Beispiel aus seiner Praxis das Phänomen der Übertragung und Gegenübertragung in der psychoanalytischen Körperpsychotherapie.

Der zweite Referent, Thomas Weil, TA-Lehrtherapeut und Begründer des ROMPC® in Kassel, schaffte es, komplizierte, jüngst entdeckte neurobiologische Zusammenhänge zum Thema „Unser Gehirn – ein soziales Produkt“ unterhaltsam und verständlich zu vermitteln. In einer Übung bot er den Teilnehmenden Gelegenheit, eigene erlittene Belastungen durch Entkoppelungstechnik und Neuverschaltungen im Gehirn aufzulösen. Diese Interventionen adressieren direkt das limbische System und machten insofern eine Alternative zu frontalhirnorientierten Behandlungsmethoden unmittelbar erlebbar. Die Zuhörenden bedankten sich mit einem riesigen Applaus.

Unter dem Titel „TA zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ amüsierte Dr. phil. Harry Tyrangiel*, Transaktionsanalytiker, Psychotherapeut, Zürich, die Gäste damit, dass er die Transaktionsanalyse und auch ihren Wunsch, die Hauptrolle in der Psychotherapie zu spielen, in einem Streifzug durch ihre Artenvielfalt mit witzigen Wortspielen auf die Schippe nahm. Im zweiten und ernsteren Teil dagegen lobte er die offene Kommunikation als prägendes Merkmal der TA-Kultur, welche bis hin zu den Prüfungen sichtbar werde und auf welche wir stolz sein dürften. Alsdann beschrieb Harry Tyrangiel die heutige Zeit in ihrer Übergangsphase. Wir stünden im Übergang vom Information Age, gezeichnet mit Informationsflut und Überfluss, hin zum Conceptual Age, wo es darum gehe, Menschen aus der Fragmentierung und der Sinnlosigkeit hinauszubegleiten. Da seien orientierungsbildende Konzepte gefragt und bedingungsloser Respekt zur Förderung von Integrität und Integration. Das, was Anne und Richard mit Konstanz und Zuverlässigkeit leben.

Im Anschluss führte Richard Reith ein Interview mit Claude Steiner, das die Anfänge der TA zum Thema hatte und Claude Steiner in sympathischer Weise als Person und als Pionier der Transaktionsanalyse zeigte.

Ergänzend erzählte Dr. Klaus Antons von seiner Begegnung mit Eric Berne und Claude Steiner am Internationalen Psychotherapeutenkongress 1968 in Wien.

Inzwischen Abend geworden, durften die Gäste beim Sektempfang der strahlenden Anne zu ihrem Lebenswerk persönlich gratulieren. Beim anschliessenden Abendbuffet konnten alle das feine Essen wie die Zeit für Gespräche geniessen und zur Musik in froher Gesellschaft tanzen.

Das Jubiläumsfest des Instituts Waldkirch ist vollends gelungen. Wer der Einladung folgte, wurde mit diesem stilvollen Anlass reich beschenkt.“

Hedi Bretscher-Zeier

* Dieser Vortrag kann auf der Website von Harry Tyrangiel nachgelesen werden unter www.tyrangiel.com

  Dr. Claude Steiner, Ehrengast,
wurde von Richard interviewt

Richard und Anne bei der Eröffnung Festredner und Gastgeber

Fotos: Gerhard Springer, Salzburg